29.04. | Nachhaltiger Konsum – individuelle und kollektive Handlungsspielräume? 

Viele Empfehlungen für nachhaltigeren – oder klimabewussten – Konsum werden weiterhin nicht von einer Mehrheit der Bevölkerung aufgegriffen. Mangelt es an Informationen, Umweltbewusstsein oder individueller Verantwortungsübernahme? Entsprechende Erklärungen berücksichtigen häufig zu wenig, dass alltägliches Konsumshandeln das Ergebnis sozialer Aushandlungsprozesse ist und in normative und strukturelle Rahmenbedingungen wie die derzeitigen globalen Formen der Produktion eingebettet ist. In dem Vortrag wird ein Überblick über die Kontextbedingungen von Konsumhandeln gegeben und beispielhaft aufgezeigt, welcher individueller und kollektiver Handlungsspielraum besteht.

 

Prof. Dr. Dr. Martina Schäfer 

Martina Schäfer ist seit 2010 eine der beiden Wissenschaftlichen Geschäftsführerinnen des Zentrums Technik und Gesellschaft; sie hat in Umwelttechnik und Soziologie promoviert. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Nachhaltiger Konsum, Nachhaltige Regionalentwicklung und sozialwissenschaftliche Technikforschung. Weiterhin befasst sie sich mit der Reflexion und methodischen Weiterentwicklung inter- und transdisziplinärer Forschungsprozesse. Sie ist aktiv bei Scientists For Future und auf verschiedenen Ebenen politikberatend tätig.