13.05. | Wasserstress in Europa: von A wie Avocado bis Z wie Zähneputzen.

Woher kommt unser Gemüse und welche ökologischen Auswirkungen hat der Wunsch nach Tomaten und Paprika zu jeder Jahreszeit? Der „Gemüsegarten Europas“ in Almería Spanien produziert 3 Millionen Tonne an Gemüse jährlich auf einer Fläche von rund 31.000 Hektar, dies meist unter Gewächshäusern aus Plastikplanen. Die Fläche ist so groß, dass sie sogar aus dem Weltraum erkennbar ist, und deshalb auch den Beinamen „mar del plástico“ (deutsch: Plastikmeer) hat. Doch nicht nur der enorme Einsatz von Plastik und Pestiziden ist problematisch, auch die Wasserversorgung stellt ein großes Problem dar: Amería gehört zu den trockensten Regionen des Kontinents und dem ohnehin trockenen Boden wird über Pumpen Grundwasser entzogen. Prof. Dr. Petra Dobner (Lehrstuhl für Systemanalyse und vergleichende Politikwissenschaften an der Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg) spricht in ihrem Vortrag über Wasserstress, virtuelles Wasser und welchen Einfluss unser Kaufverhalten auf den Wasserverbrauch in Europa hat.

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Prof. Dr. Petra Dobner

Petra Dobner ist seit 2012 Inhaberin des Lehrstuhls für Systemanalyse und Vergleichende Politikwissenschaft an der MLU. Sie forscht seit vielen Jahren zu Wasserpolitik im nationalen und internationalen Kontext. Zu ihren weiteren Forschungssschwerpunkten zählen Staats-und Verfassungstheorie sowie der Wandel des Politischen unter den Bedingungen der Globalisierung  und des Anthropozäns.