Prof. em. Dr. Sighard Neckel
Während der Klimawandel auf eine ökologische Katastrophenzeit zuläuft, stellen Maßnahmen zu seiner Eindämmung eine beispiellose Herausforderung dar, an der moderne Gesellschaften zu scheitern drohen. Klimakonflikte vertiefen soziale Ungleichheiten und die Krise der Demokratie. Der Streit um eine ökologische Lebensführung bringt soziale Gruppen gegeneinander auf. Reichtumsklassen profitieren weiterhin von der Klimaschädigung. Dadurch bleibt der notwendige schnelle sozialökologische Umbau unserer Gesellschaften aus. Welche Auswege sind realistisch, um einer drohenden Katastrophe doch noch entgehen zu können?

Sighard Neckel ist Soziologe und Professor Emeritus für Gesellschaftsanalyse und sozialen Wandel an der Universität Hamburg. Von 2019 bis 2023 war er Sprecher der dortigen DFG-Kolleg-Forschungsgruppe „Zukünfte der Nachhaltigkeit“, an der er seither als Permanent Fellow tätig ist. Vor seiner Professur in Hamburg hatte er Lehrstühle für Soziologie u.a. an den Universitäten Gießen, Wien und Frankfurt a. M. inne. Zuletzt erschien: „Katastrophenzeit. Die Gesellschaft im Klimawandel und die Fallstricke der Transformation“ (München 2026: C.H.Beck).
