10.04. | Anthropozän. Hier bin ich Mensch, hier greif ich ein

Prof. Dr. Wolfgang Lucht, PIK 2009 Foto: Markus Wächter

Prof. Dr. Wolfgang Lucht

Wir leben im Anthropozän. Dieser geologische Begriff beschreibt den Beginn einer neuen Epoche – einer Epoche, in der der Mensch so einflussreich geworden ist, dass er die biologischen, geologischen und atmosphärischen Prozesse der Erde maßgeblich verändert. Klimawandel, Ozeanversauerung, Artenschwund oder Überfischung sind nur einige Symptome der menschlichen Wirkmacht. Doch „Anthropozän“ ist mehr als nur ein wissenschaftlicher Begriff. Er ist auch Ausdruck unseres wachsenden Wissens über die Erde. Er stellt uns als Menschen ins Zentrum, suggeriert Gestaltbarkeit, und ist gleichzeitig eine Forderung an uns, Verantwortung zu übernehmen. Welche Prozesse sind es, die wir auf unserem Planeten beeinflussen? Wann können plötzliche radikale Veränderungen auftreten, die das Leben auf der Erde grundlegend verändern würden? In welchem Verhältnis stehen Bewahren und Gestalten zueinander und wie sollen wir mit Fragen der (Un-)Gerechtigkeit umgehen?

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